• Grüne Hallstadt

    Aufgefallen!

Panoramaaufnahmen von 1954

oder „der Schülerfänger von Hallstadt“

von Verena Luche und Team Grüne Hallstadt

Die Kommunalwahl in Hallstadt erlebt durch unsere neue Gruppierung der Grünen eine willkommen frische Dynamik. Erstmalig treten vier Bürgermeisterkandidat*innen an. Das beeinflusst natürlich auch die Marketingstrategien der mitwirkenden Parteien. Wahlwerbung darf gerne auch auf intelligente Weise provozieren - sie sollte aber respektvoll sein und vor allem Kinder heraushalten. Sehr schade, dass die CSU diese rote Linie überschritten hat: Im Umfeld der Dörfleinser Schule hat Herr Söder persönlich vor Schulanfang an einem dafür aufgebauten CSU-Stand Quarkbällchen an die Grundschüler verteilt. Was treibt eine Partei/einen amtierenden Bürgermeister dazu, Kinder für die Werbung zu instrumentalisieren? Wir hoffen sehr, dass die Eltern diese Art des Wahlkampfes entsprechend honorieren – und richten unseren Blick weiterhin auf überzeugende Argumentation.

Thomas Söder – Der Visionär

von Joachim Sator

Ein Interview der CSU mit Thomas Söder fordert meinen Kommentar. Was nehme ich mit? Ich halte es mit dem Kameramann. Man sollte immer das Wichtigste in den Fokus nehmen bzw. schärfen. In diesem Fall ist es wohl die wunderbare Rückwand mit den facettenreichen Bildern ...🤣Werfen wir aber doch mal einen Blick auf den visionären Anspruch.
Dazu passt zum Beginn seiner Amtszeit ein gemeinsames Gespräch zum Thema Identität und Marktplatzgestaltung. Ich habe versucht zu erklären, dass es wichtig wäre, die Identität von Hallstadt zu definieren, bevor man an die Marktplatzgestaltung geht. Meine Fragen dazu waren: Ist/bleibt Hallstadt eine handwerklich und landwirtschaftlich geprägte Stadt - wird es Veranstaltungsdomizil? Welche Rolle spielt der Main?
Sein bemerkenswerter Schlusssatz nach ca. 1,5 Std.: Vielen Dank Herr Sator für das gute Gespräch. Ich denke wir bleiben pragmatisch. Wir bauen erstmal den Marktplatz um und kümmern uns dann um die Vision ….!!!!

Vorwärts weiter so?

von Joachim Sator

Viele Baustellen hat Hallstadt in den nächsten Jahren zu beheben – die Herausforderungen für Hallstadt sind groß. Allein für das Thema Michelin werden wir alle Kräfte bündeln müssen. Umso mehr machen mir einige Aussagen unserer Mitbewerber um den Bürgermeister*innenstuhl mit dem Blick in die Zukunft doch etwas Sorgen. Denn wie schon Albert Einstein erkannte:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind

Gesammelte Antworten auf die Michelinfrage:

  • Thomas Söder reflexartig nach dem Motto "Jetzt wird alles noch besser": "Wir werden innovative Unternehmen jenseits der Automobilindustrie mit 850 Mitarbeitern (statt bisher 750 :-) ansiedeln."
  • Heiko Nitsche, ganz im FDP-Anzug, mit: "Wie schaffen wir unendliches Wachstum mit endlichen Rohstoffen?"
  • Herbet Diller mit Balsam für alle SUV Fanatiker und erhobenen Zeigenfinger zur Friday-for-future Generation: "Die Jungen (*innen :-) müssen auch ein bisschen an den Diesel denken."

Für uns stellen sich dazu Fragen:

  • Muss ein Gewerbegebiet zwingend Gewerbegebiet bleiben oder kann man dort nicht lieber auch wohnen und leben?
  • Muss Hallstadt tatsächlich ständig wachsen oder kann es nicht einfach mal zufrieden sein?
  • Zur dritten Aussage bleibt nur der Satz "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit".